Glossar

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Adjuvant:
Bei der Krebsbehandlung bezeichnet dieser Begriff eine Therapie, die zusätzlich zur Haupttherapie eingesetzt wird, um deren Wirkung zu unterstützen und zu verbessern. Beispielsweise kann nach einer Brustoperation eine Strahlentherapie angewendet werden, um eventuell zurückgebliebene Reste des Karzinoms abzutöten.
Alkylierende Medikamente (Chemotherapie):
Alkylierende Medikamente attackieren Tumore, indem Sie die DNA in Zellen schädigen. Dadurch werden die Zellen daran gehindert, zu wachsen und sich zu teilen. Diese Medikamente können bei der Krebsbehandlung zwar sehr wirksam sein (oft schrumpft der Tumor oder verschwindet gelegentlich sogar vollständig), doch erstreckt sich ihre Wirkung auch auf normale Zellen, so dass es zu Nebenwirkungen kommt.
Allogene Knochenmarktransplantation:
Allos, griechisch = anders, verschieden. In diesem Zusammenhang Übertragung von Knochenmark von einem fremden Spender; Voraussetzung dafür ist, dass die Gewebemerkmale von Spender und Empfänger weitestgehend übereinstimmen.
Anämie:
Blutarmut; die Verminderung des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) oder des Anteils der roten Blutkörperchen im Vollblut unter den unteren Normalwert einer vergleichbaren Bevölkerungsgruppe. Sie verursacht vor allem eine Störung des Sauerstofftransports und eine Verminderung der sauerstoffabhängigen Leistungen.
Androgen-Deprivation:
Behandlung, die den Körper daran hindert, männliche Hormone zu produzieren. Eine Androgen-Ablation wird gelegentlich zur Behandlung von Prostatakarzinom eingesetzt. Dabei wird durch chirurgische Entfernung der Hoden oder durch Einnahme bestimmter Medikamente die Produktion männlicher Hormone gestoppt.
Antimetaboliten (Chemotherapie):
Diese Medikamente attackieren Tumore, indem sie sich mit der DNA in Zellen verbinden, um die Struktur dieser Zellen zu ändern. Die auf diese Weise entstehenden abnormalen Zellen sterben schließlich ab, da sie sich nicht teilen und nicht richtig wachsen können. Antimetabolit-Medikamente können bei der Krebsbehandlung zwar sehr wirksam sein (oft schrumpft der Tumor oder verschwindet gelegentlich sogar vollständig), doch erstreckt sich ihre Wirkung auch auf normale Zellen, so dass es zu Nebenwirkungen kommt.
Antimikrotubuli-Medikamente (Chemotherapie):
Diese Medikamente (auch als Taxane bekannt) verlangsamen das Tumorwachstum, indem sie in Zellen eindringen und deren Teilung und Wachstum beeinträchtigen. Dies blockiert die Aktivitäten der Zelle, was schließlich dazu führt, dass die Zelle abstirbt. Diese Medikamente können bei der Krebsbehandlung zwar sehr wirksam sein (oft schrumpft der Tumor oder verschwindet gelegentlich sogar vollständig), doch erstreckt sich ihre Wirkung auch auf normale Zellen, so dass es zu zahlreichen Nebenwirkungen kommt.
Apoptose:
Programmierter Zelltod. Zelluntergang, der durch die in der Zelle gespeicherten Erbinformationen ausgelöst und von der Zelle selbst reguliert wird.
Benigne:
Im Zusammenhang mit Krebs bezeichnet man damit einen nicht-malignen (bösartigen) Tumor, d.h., einen, der sich nicht ausbreitet. Benigne Tumore werden normalerweise durch einen chirurgischen Eingriff geheilt. Auch wenn sie nur langsam wachsen, können sie doch Symptome und auch Schmerzen verursachen, indem sie Körperbereiche verdrängen, die normalerweise von Blutgefäßen oder gesunden Organen eingenommen werden. Gelegentlich können benigne (gutartige) Tumoren maligne (bösartig) werden, wenn keine Behandlung erfolgt.
Blutausstrich:
Gleichmäßig dünne Verteilung eines Tropfen frischen Blutes auf einem Objektträger zur mikroskopischen Untersuchung. Der Ausstrich dient zur Differenzierung von Blutzellen.
Blutbild:
Eine Blutuntersuchung, bei der die Anzahl der verschiedenen Zelltypen im Blut gemessen wird. Diese muss vor allem während der Tumortherapie zur Verlaufskontrolle regelmäßig durchgeführt werden, da die Therapie die Zellen des Blutes schädigt.
Blutbildende Zellen:
Die Entwicklung von Blutzellen beginnt im Knochenmark aus einer so genannten pluripotenten Stammzelle. Aus diesen Stammzellen entwickeln sich auf verschiedenen Wegen später die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) sowie die Blutplättchen (Thrombozyten).
Blutplättchen (Thrombozyten):
Aus einer Zelle hervorgegangenes Zellfragment, welches der Blutgerinnung dient. Chemotherapie und Strahlentherapie können zu einem Mangel an Blutplättchen führen. Dieser Zustand wird als Thrombo(zyto)penie bezeichnet.
Bluttransfusion:
Eine Infusion von Blut oder Blutbestandteilen (z.B. rote Blutkörperchen) in die Vene. Bluttransfusionen sind als Behandlung wirksam, können allerdings auch Nebenwirkungen (z.B. allergische Reaktionen, Infektionen, Fieber, Kopfschmerzen und Schüttelfrost) verursachen. Außerdem dauern Bluttransfusionen lang 3 bis 4 Stunden und können sehr kostspielig und unpraktisch sein.
Brachytherapie:
Eine spezielle Form der Strahlentherapie, bei der die Strahlenquelle, eingekapselt in Nadeln, Schläuche oder Applikatoren, direkt an den Tumor herangeführt wird. Man unterscheidet dabei die intrakavitäre Brachytherapie (in Körperhöhlen) von der interstitiellen Brachytherapie (im Gewebe).
CT Scan:
Abkürzung für Computerised Axial Tomography Scan. Einfach ausgedrückt: Bei einem CT Scan wird eine Serie von Röntgenbildern in hoher Qualität gemacht, die anschließend zu einem dreidimensionalen Bild von Bereichen eines Körpers zusammengesetzt werden. Ein CT Scan hilft Ärzten, die Krebsdiagnose zu stellen und Größe, Form und Lage von Tumoren zu bestimmen.
Chemotherapie:
Allgemein ist mit Chemotherapie die Hemmung von Infektionserregern oder Tumorzellen im Organismus durch Verwendung von Medikamenten gemeint. Bei Tumorpatienten versteht man unter Chemotherapie in der Regel die Behandlung mit zytostatischen (= das Zellwachstum hemmenden) Medikamenten, bei der besonders teilungsaktive Zellen abgetötet werden. Diese sind neben Tumorzellen auch Zellen der Schleimhäute oder Haarfolikel, weshalb es zu den bekannten Nebenwirkungen kommen kann.
Dehydratisierung:
Wasserentzug aus dem Körper, der durch Fieber oder Durchfälle entstehen kann. In schweren oder lang anhaltenden Fällen kann Dehydratisierung ein sehr unangenehmer oder sogar lebensbedrohender Zustand sein.
Diarrhoe:
Häufiges Auftreten von weichem, wässrigem Stuhl.
DNA:
(desoxyribonucleic acid; Deutsch: Desoxyribonukleinsäure oder DNS) DNA-Moleküle sind die Bausteine des Lebens. Sie enthalten die genetischen Informationen, die jeder Mensch von seinen Eltern übernommen hat, und die die Person prägen.
Entartet:
Degeneration; maligne Entartung = die Umwandlung eines zunächst gutartigen Gewebes in einen bösartigen Tumor.
Erythropoietin:
Erythropoietin (EPO), ein körpereigenes Hormon, kann auch gentechnisch hergestelltwerden und hat bereits vielen Nierenkranken und an Blutarmut leidenden Patienten geholfen. Durch Erythropoietin wird die Produktion von roten Blukörperchen (Erythrozyten) gefördert, deren Aufgabe der Sauerstofftransport im Blut ist. Vor allem die akute Fatigue lässt dich mit Erythropoietin behandeln, sofern sie anämiebedingt ist. Bekannt wurde EPO durch die Dopingdiskussion im Leistungssport, obwohl das Medikament ursprünglich nicht dafür gedacht war und der Effekt der Leistungsverbesserung nicht bewiesen ist. Bei unsachgemäßer Benutzung besteht zudem die Gefahr erheblicher Nebenwirkungen.
Fatigue:
Eine Definition aus dem Jahre 1988 lautet: „Fatigue geht einher mit Müdigkeit und Erschöpfung, einem verminderten Leistungsvermögen, Muskelschwäche und offensichtlich gesundheitlicher Beeinträchtigung. Fatigue belastet alle Aktivitäten des normalen Alltags und wirkt sich negativ auf das gesamte Leben aus.“ Da dieser Zustand mehr als die Summe der einzelnen Faktoren und in seinen Ursachen noch weitgehend unverstanden ist, spricht man auch von dem Fatigue Syndrom.
Grading:
Beurteilung des Differenzierungsgrades von Tumoren entweder nach Bewertungskriterien wie Größe oder Ähnlichkeit der Tumorzellen mit Zellen des Organs, aus dem der Tumor hervorgeht, oder der Zellteilungsrate im Tumor (siehe auch TNM-Klassifikation).
Hämatokrit:
Abkürzung: Hkt, HK. Der Anteil des Volumens aller Blutzellen (Erythrozyten) am Gesamtblut in %. Der Hämatokritwert beträgt bei Männern normalerweise 43,2 – 49,2 % und bei Frauen 36,8 – 45,4%.
Hämoglobin:
Ein wichtiger Bestandteil der roten Blutkörperchen. Das Hämoglobin (kurz Hb) transportiert den Sauerstoff im Körper. Ein zu niedriger Hb-Spiegel ist eine der Ursachen von Anämie. Hb-Spiegel können durch eine einfache Blutuntersuchung gemessen werden und feststellen, ob ein Patient anämisch ist.
Hämatologie:
Die Lehre von der Erkrankung des blutbildenden Systems.
Immuntherapie:
Die Immuntherapie von Tumorerkrankungen setzt solche Zellen oder Botenstoffe im Organismus ein, die sich im Dienste der körpereigenen Abwehr befinden. Unter bestimmten Bedingungen kann eine Abwehrreaktion gegen das Geschwulstgewebe erzeugt werden. Zur Zeit gibt es zwar noch keine Standardtherapie, aber in vielen Studien werden Effektivität und Sicherheit dieser Therapie untersucht.
J
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Karzinogene:
Substanzen oder Faktoren, die die Krebsentstehung begünstigen.
Karzinom (Ca):

Geschwulst, die aus Deckgewebe (Epithel) entsteht. Karzinome besitzen viele, hinsichtlich des Gewebeaufbaus und des Wachstums unterscheidbare Formen (z. B. Adenokarzinom = von Drüsen ausgehend, Plattenepithelkarzinom = von Plattenepithel tragenden Schleimhäuten ausgehend).

Knochenmark:

In jedem Knochen gelegene Bildungsstätte für die im Blut zirkulierenden Blutzellen. Man unterscheidet die Blutzellen in:

  • Rote Blutkörperchen (Erythrozyten):Sauerstofftransport. Normwert: 4 bis 5 Millionen pro Mikroliter Blut.
  • Weiße Blutkörperchen (Leukozyten):Abwehrzellen. Normwert: 4.000 bis 9.000 pro Mikroliter Blut.
  • Blutplättchen (Thrombozyten):Blutstillung/Gerinnung. Normwert: 150.000 bis 300.000 pro Mikroliter Blut.
Knochenmarkdepression:
Durch Chemotherapie bedingte Schädigung des Knochenmarks, die fast immer heilbar (reversibel) ist. Die Dauer der Knochenmarkdepression, die mit einer erhöhten Infektions- und Blutungsgefahr einhergeht, ist abhängig von der Art der Therapie.
Knochenmarktransplantation:
Intravenöse Übertragung von Knochenmark (Stammzellen) HLA-kompatibler u. MLC-negativer Spender, z.B. zur Behandlung akuter Leukämien, chronisch myeloischer Leukämie (CML) und seltener Blutbildungsstörungen. Erfordert Vorbehandlung (Ganzkörperbestrahlung und/oder Chemotherapie) sowie Nachbehandlung gegen Transplantat-Wirt-Reaktion durch Immunsuppression (Untergang des Immunsystems); Gefahren: immunsuppressiv bedingte Folgen, vor allem in der Anfangsphase. – Siehe auch Stammzelltransplantation.
Leukozytose:
Vermehrung der weißen Blutkörperchen im peripheren Blut auf Werte über 10000/µl pro Mikroliter; vor allem bei Infektionskrankheiten, lokalen Entzündungen oder Leukämien.
Lymphknoten:
Kleine Organe, die in Gruppen angeordnet im ganzen Körper vorkommen. Die Lymphknoten speichern spezielle Abwehrzellen, die Infektionen und andere Krankheiten bekämpfen. Lymphknoten befinden sich vor allem in den Achselhöhlen, in der Leiste, im Hals, in der Brust und im Bauch. Sie werden auch als Lymphdrüsen bezeichnet.
Malignität:
Bösartigkeit; die Neigung eines Krankheitsprozesses, fortzuschreiten und zerstörend zu wirken.
Malignitätsgrad:
Bezeichnung des Schweregrades bösartiger Zellen.
Metastase:
Absiedlung, die durch die Verschleppung von krankeitserregendem Material (Tumorzellen, Bakterien) aus einem ursprünglichen Krankheitsherd entsteht. In der Regel ist damit die Metastase eines bösartigen Tumors gemeint (Fernmetastase: Metastase, die auf dem Blut- oder Lymphweg übertragen wird und fern des ursprünglichen Tumors angetroffen wird).
Metastasierung:
Die Ausbreitung oder Ausstreuung von Krebszellen; sie kann hämatogen, d. h. über den Blutweg, oder lymphogen, d. h. mit dem Lymphstrom, erfolgen.
N
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Onkogen:
Träger von Erbinformationen, die das Zellwachstum und -reifung regulieren und mit der Entartung von gutartigen Zellen in bösartige zu tun haben.
Onkologie:
Lehre von Krebserkrankungen. Onkologen sind Ärzte mit speziellen Kenntnissen auf dem Sektor der Tumortbiologie und -therapie.
Palliativ:
Lindernd; die palliative Therapie hat besondere Bedeutung, wenn die Heilung eines Krebspatienten nicht mehr möglich ist. Im medizinischen Bereich stehen eine intensive Schmerztherapie und die Kontrolle anderer krankheitsbedingter Symptome im Vordergrund.
Philadelphia-Chromosom:
Deletion des Chromosoms 22, wobei das Bruchstück meist auf dem Chromosom 9 (Translokation) nachzuweisen ist; häufig bei chronischer myeloischer Leukämie (CML).
Polychemotherapie:
Behandlung mit mehreren Chemotherapeutika (Medikamente, die bei der Chemotherapie eingesetzt werden); Kombinationsbehandlung von Tumoren mit verschiedenen Zytostatika, die unterschiedliche Wirkungsmechanismen (z.B. um die Elimination resistenter Zellen zu erreichen) und unterschiedliche Nebenwirkungen haben, so dass die Dosierung jedes einzelnen Zytostatikums möglichst hoch sein kann.
Postoperativ:
Zeit nach der Operation, nach der Operation auftretend, einer Operation folgend.
Präkanzerose:
Gewebeveränderung, die zu bösartiger Entartung neigt bzw. als Vorstadium einer Krebserkrankung aufzufassen ist.
Primärtumor:
Die zuerst entstandene Geschwulst, von der Metastasen ausgehen können.
Proto-Onkogen:
Zelluläre Gene, deren Veränderung Krebs verursachen kann.
Q
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Radiatio:
Kurzform für Radiotherapie, Behandlung mit Strahlen.
Remission:
Beim Verschwinden aller Anzeichen und Symptome einer bösartigen Erkrankung spricht man von einer kompletten Remission. Eine Remission kann vorübergehend oder dauerhaft sein.
Stadieneinteilung (Staging):
Bei bösartigen Tumoren wird die Ausbreitung festgelegt, indem untersucht wird, ob der Tumor innerhalb des Entstehungsorgans geblieben oder in die Nachbarorgane und in andere Organe abgewandert ist, wobei die Größe des ursprünglichen Tumors (Primärtumor), die Zahl der befallenen Lymphknoten und die Metastasen formelhaft erfasst werden (siehe auch TNM-Klassifikation, Grading).
Stammzelle:
Die im Zellspeicher „Knochenmark“ befindlichen Blutstammzellen. Etwa 50 Prozent der aus Zellteilungen hervorgehenden Zellen bleiben weiterhin undifferenziert („pluripotente Stammzellen), während die restlichen bereits in Vorstufen ihrer Reihe differenziert sind („determinierte Stammzellen“), die dann im Produktionsspeicher weiterreifen u. – ohne weitere Teilungen – im Reifungsspeicher Vollreife (Blutgängigkeit) erreichen, wonach sie im Reservespeicher abrufbereit verharren.
Stammzelltransplantation:
Blutstammzelltransplantation. Übertragung bzw. Reimplantation von hämatopoetischen Stammzellen bei der Therapie schwerer onkologischer, hämatologischer oder immunologischer Erkrankungen; ursprünglich in Form der Knochenmarktransplantation, in zunehmendem Maß aus dem peripheren Blut. Dazu werden Stammzellen – meist nach vorangegangener Chemotherapie – mit hämatopoetischen Wachstumsfaktoren in das Blut mobilisiert u. mit Blutzellseparation (Leukapherese) gewonnen. Unterschieden werden autologe Stammzellen (der Patient erhält seine eigenen, ihm entnommenen Stammzellen zurück) und allogene Stammzellen (Stammzellen eines HLA-identischen oder HLA-kompatiblen Familienmitglieds oder eines nicht verwandten Spenders [Fremdspendertransplantation]. Indikationen: Ersatz der zerstörten Hämato- und Lymphopoese nach myeloablativer Ganzkörperbestrahlung mit Chemotherapie oder alleiniger hochdosierter Chemotherapie bei malignen Erkrankungen; nichtmaligne Erkrankungen (hämatologische Erkrankungen, z.B. schwere aplastische Anämie; immunologische Erkrankungen, z.B. schwerer kombinierter Immundefekt, andere kombinierte Immundefekte).
Strahlenbehandlung (Radiotherapie):
Anwendung ionisierender Strahlen zu Heilungszwecken. Hierbei werden grundsätzlich sehr viel höhere Strahlendosen notwendig als bei der Anfertigung eines Röntgenbildes zu diagnostischen Zwecken. Man unterscheidet die interne Strahlentherapie („Spickung“ mit radioaktiven Elementen, siehe auch Brachytherapie) und die externe Strahlentherapie, bei der der Patient in bestimmten, genau festgelegten Körperregionen von außen bestrahlt wird. Beide Methoden können auch gemeinsam zur Bekämpfung eines Tumorleidens eingesetzt werden. Die Strahlentherapie unterliegt strengen Sicherheitsauflagen, die eine Gefährdung des Patienten vermeiden helfen.
TNM-Klassifikation:
Gruppeneinteilung bösartiger Tumoren nach ihrer Ausbreitung. Es bedeuten: T = Tumor; N = Nodi (regionäre Lymphknoten); M = Fernmetastasen. Durch Zuordnung von Indexzahlen werden die einzelnen Ausbreitungsstadien genauer beschrieben. Ein Karzinom im Frühstadium ohne Metastasierung würde damit z. B. als T1 N0 M0 bezeichnet.
Tumor:
Unkontrolliert wachsende Zellwucherungen, die im gesamten Körper auftreten können. Kann bösartig oder gutartig sein.
Tumorklassifikation:
Ordnungssystem, das nach klinischen und/ oder pathologisch-anatomischen Gesichtspunkten vorgeht, um die Größe und Ausdehnung eines bösartigen Tumors zu bestimmen. Wird verwendet als Kriterium für die Operabilität oder die Prognose einer Krebserkrankung (siehe auch TNM-Klassifikation).
Tumormarker:
Proteine, deren Nachweis oder erhöhte Konzentration im Blut einen Zusammenhang mit dem Vorhandensein und/oder dem Verlauf von bösartigen Tumoren aufweisen kann. Sie sind jedoch nicht zwangsläufig mit dem Auftreten eines Tumors verbunden und können in geringen Mengen (Normalbereich) auch bei Gesunden vorkommen. Tumormarker eignen sich besonders für die Verlaufskontrollen von bekannten Tumorleiden. Sie sind nicht als Suchmethode zur Erstdiagnose eines Tumors geeignet.
U
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V
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X
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Y
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Zytostatika:
Medikamente, die das Wachstum von Tumorzellen bevorzugt hemmen, aber auch gesunde Zellen in gewissem Ausmaß schädigen können. Ziel ist es, die Zellteilung und damit Tumorwachstum und -ausbreitung zu verhindern (siehe auch Chemotherapie ).