„Akzeptieren Sie die Fatigue.“

Doch wie akzeptiert man, dass man vielleicht nicht mehr den Sport machen kann, den man so liebt? Dass man spazieren gehen soll, obwohl man viel lieber durch den Wald laufen möchte?

Wie akzeptiert man, dass man nicht mehr so aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen kann? Dass die FreundInnen von Konzerten berichten, die man nicht besuchen kann, weil man nicht so lange stehen kann?

Wie akzeptiert man, dass man nicht mehr arbeiten kann? Dass ein wichtiger Bereich des Lebens wegfällt, der einem Selbstvertrauen und Bestätigung gegeben hat? Dass man plötzlich im besten Fall deutlich weniger Geld zur Verfügung hat, im schlimmsten Fall am Existenzminimum steht?

Mit all diesen Fragen musste ich mich nach meiner Krebserkrankung und mit meiner Langzeitfatigue beschäftigen. Mein Leben wurde bedeutend besser, als ich aufhörte, gegen die Fatigue anzukämpfen und begann, ein Leben mit der Fatigue zu leben.

Denn das geht durchaus. Es ist anders. Es bedarf viel Planung und manchmal muss ich zwangsweise spontan agieren. Es ist nicht das Leben, das ich führen möchte, aber es ist mein Leben und es hat viele schöne Seiten.

Seit 2021 gibt es die Selbsthilfegruppe für Menschen mit tumorbedingter Fatigue. Was zunächst als Gruppe in Köln begonnen hat, findet inzwischen online statt. Dadurch können Menschen mit tumorbedingter Fatigue unabhängig von ihrem Wohnort teilnehmen.

In der Gruppe geht es um den Austausch mit anderen Menschen, die Fatigue aus eigener Erfahrung kennen: Wie gehen andere mit bestimmten Situationen um? Was hilft im Alltag? Wie gehen andere mit Einschränkungen, Unverständnis oder schwierigen Tagen um? Welche kleinen Tricks und Erfahrungen können vielleicht auch anderen helfen?

Die Gruppe bietet einen geschützten Rahmen, in dem Sie sich verstanden fühlen, Erfahrungen teilen, Fragen stellen und voneinander lernen können – ohne lange erklären zu müssen, was Fatigue eigentlich bedeutet.

Die Gruppe findet an jedem dritten Dienstag im Monat um 17 Uhr statt.

Zusätzlich gibt es eine WhatsApp-Gruppe, über die sich die TeilnehmerInnen auch zwischen den Treffen miteinander austauschen können.

Wenn Sie an der Selbsthilfegruppe teilnehmen möchten, schreiben Sie mir gerne eine E-Mail. Ich sende Ihnen dann alle weiteren Informationen zur Teilnahme und den Zugang zur Gruppe.

Ich freue mich auf Sie und Ihre Geschichten!

Weitere Infos unter www.fatigue-selbsthilfe.de.

Kontaktieren Sie mich gern:

Tina Ittermann

TINA ITTERMANN
info@fatigue-selbsthilfe.de